Bei Verdacht auf einen Turmor in der Brust ist bislang eine Gewebeprobe nötig. Dies könnte in manchen Fällen bald überflüssig werden. Krebsspezialisten am Universitätsklinikum Kiel setzen bei der Früherkennung von Brustkrebs ein neuartiges Ultraschallverfahren mit der Bezeichnung "Scherwellen-Elastographie" ein. Bei dieser Technik wandert eine physikalische Welle, die Schwingungen erzeugt, durch das abgetastete Gewebe und misst dessen Elastizität und Härte. Die dabei auf einem Monitor entstehenden Schwellen und deren Verformungen dienen dem Arzt als Anhaltspunkt für Veränderungen im Gewebe, da Tumore in der Regel aus härterem Gewebe bestehen. "Ziel des neuen Verfahrens ist es, künftig auf die Entnahme von Gewebeproben verzichten zu können, wenn gutartige Tumore vermutet werden", sagt PD Dr. Fritz Schäfer, der Leiter des Mammozentrums der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Kiel.