Frauen, die pro Nacht weniger als acht Stunden schlafen, haben ein höheres Risiko für Herzkrankheiten als Männer mit demselben Schlafdefizit. Das konnte eine Arbeitsgruppe der University of Warwick und des University College London jetzt in einer großen Studie beweisen. In der Studie waren 4600 Probanden, 73% von ihnen Männer, untersucht worden. Die Teilnehmer waren zu Studienbeginn zwischen 35 und 55 Jahre alt und wurden mittels Fragebogen über ihre Schlafgewohnheiten befragt. Zusätzlich wurden Entzündungsmarker bestimmt.
Dabei zeigte sich, dass Frauen, die regelmäßig acht Stunden schliefen, niedrigere Interleukin-6-Spiegel hatten als diejenigen, die weniger Schlaf bekamen. Umgekehrt waren die Spiegel des C-reaktiven Proteins (CRP) bei Frauen, die weniger als fünf Stunden pro Nacht schliefen, signifikant höher als bei guten Schläferinnen. Beide Marker weisen auf ein erhöhtes krdiovaskuläres Risiko hin.
Diese Ergebnisse seien eine weitere Bestätigung der These, dass eine deutliche Beziehung zwischen kardiovaskulärem Risiko und Schlafdauer besteht, so Studienautorin Prof. Michelle Miller von der Warwick Medical School. Aus kardiovaskulärer Sicht, so ihre Schlussfolgerung, stelle eine Schlafdauer von sieben bis acht Stunden täglich das Optimum.
Quelle: Artikel auf dem Fachmagazin Sleep