Keine kosmetische Operation liegt in den Vereinigten Staaten derzeit so im Trend wie die sogenannte Vaginalverjüngung - die jährliche Zuwachsrate liegt bei über 30 Prozent. 2008 wurden rund 3500 Patientinnen gezählt, 2010 werden es nach bisherigen Berechnungen um die 7000 werden. Es heißt, die meisten Patientinnen, die die OP-Prozedur über sich ergehen lassen, seien zwischen 20 und 30 Jahre alt, sie wollten „schön sein“ für ihre Berufe oder einfach für ihre Partner. Das Verkleinern der Vagina scheint das riskanteste Unterfangen zu sein. Ärzte schildern, dass es bei einer Schamlippenbeschneidung in sieben Prozent der Fälle zu Komplikationen während und nach der Operation gekommen sei, bei Vaginalverengungen kommt es hingegen bei über einem Viertel der Behandlungen zu gesundheitlichen Problemen. Schon 2007 hat die amerikanische Gesellschaft der Geburtshelfer und Gynäkologen gewarnt, dass Frauen dringend über Risiken wie Infektionen, ein völlig verändertes Gefühl im Genitalbereich oder anhaltende Schmerzen als Folgen der Eingriffe aufgeklärt werden müssten.
Quelle: Spiegel Online - Wie man eine chirugische Marktlücke entdeckt.