Eine mediterrane Ernährung schützt anscheinend nicht nur das Herz, sondern auch vor Depressionen. Zu diesem Ergebnis kamen spanische Forscher der Universität von Las Palmas auf Gran Canaria. Für die Studie hatten sie rund 10.000 Landsleute zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Als Kriterien für die Mittelmeerkost galten ein hoher Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren (z. B. in Olivenöl), ein moderater Konsum von Alkohol und Milchprodukten, wenig Fleisch, viel Hülsenfrüchte, Obst, Nüsse, Getreide, Gemüse und Fisch. Nach rund vier Jahren hatten 480 Probanden eine Depression entwickelt. Bei denjenigen, die sich eng an die Mittelmeerküche gehalten hatten, war das Erkrankungsrisiko im Durchschnitt 30 Prozent geringer als bei Personen, die darauf wenig Wert gelegt hatten. Der Zusammenhang blieb auch nach Berücksichtigung anderer möglicher Einflussfaktoren wie dem allgemeinen Lebensstil oder dem Familienstand bestehen.
Quelle: Oktober-Ausgabe von "Archives of General Psychiatry"