Für Bewegungsmuffel gibt es jetzt Entwarnung: „Niemand muss Sport treiben. Der Alltag ist Training genug“, sagt ausgerechnet ein emeritierter Sportwissenschaftler. Hans Bloss von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe hat verschiedene Studien analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass zuviel oder einseitiges Training der Gesundheit sogar mehr schadet als gar kein Sport. „Wer jeden Tag exzessiv joggt, braucht sich nicht wundern, wenn er am Ende eine Arthrose bekommt und wer das Fitnessstudio nur besucht, um seine Muskeln zu stählen, hat das gleiche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie ein Bürohengst.“ Zudem kritisiert der Wissenschaftler, dass Sport fast immer mit Wettkampf gleichgesetzt wird. Wer mit zu viel Ehrgeiz trainiere, schaffe sich nur zusätzlich Stress, statt Überbelastung abzubauen.
Quelle: Focus - Freibrief für Sportmuffel