Fett und Übergewicht nicht immer gleich schädlich

Noch vor wenigen Jahren wurde die Bedeutung des inneren Bauchfettes häufig unterschätzt. Jetzt ist klar: Ein übermäßiges inneres Bauchfett steigert das Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Dagegen treten bei kräftigen Fettansammlungen an Gesäß, Hüften und Oberschenkel Gefäßerkrankungen und Stoffwechselstörungen nur geringfügig häufiger auf als bei Normalgewicht. Das Gewicht allein reicht also nicht aus, um das Risiko für Herz und Kreislauf zu ermitteln. Der Grund ist nach neuester Ansicht, dass verschiedenen Fettansammlungen verschiedene Stoffwechselaktivitäten entfalten. Fettgewebe ist demnach nicht einfach nur ein passiver Fettspeicher. Besondere Fettzellen beteiligen sich aktiv am Stoffwechsel, was vor allem auf das im Bauchraum liegende Fett zutrifft. Dieses innere Bauchfett unterliegt besonderen biochemischen, hormonellen und molekularbiologischen Prozessen und wirkt sich deshalb so ungünstig auf den Fettstoffwechsel aus.

Quelle: Gesundheit.de - Inneres Bauchfett