Sieben von zehn Bürgern suchen bei Krankheit zunächst einen Hausarzt in der Nähe anstatt ein Medizinisches Versorgungszentrum auf, das 30 Minuten entfernt liegt. Das gilt auch dann, wenn sie vermuten, dass mehrere Ärzte konsultiert werden müssen, die im MVZ unter einem Dach vereint sind. Das geht aus einer repräsentativen telefonischen Befragung von 6016 Bürgern über 14 Jahre hervor. 69 Prozent der Befragten erklärten, sie würden im Falle einer Erkrankung, die einer Behandlung durch mehrere Ärzte bedarf, zuerst einen Hausarzt konsultieren. 29 Prozent demgegenüber sprachen sich dafür aus, zuerst ein MVZ aufzusuchen, und zwar auch dann, wenn es 30 Minuten vom Wohnort liegt. Dabei war die Präferenz für ein MVZ in den neuen Ländern (33 Prozent) deutlich höher als im Westen (28 Prozent). Das zeigt sich auch bei der Frage, ob die Befragten jemals in einem MVZ behandelt wurden. 75 Prozent verneinten, 24 Prozent bejahten diese Frage. Dabei war der Anteil der Befragten, die nie in einem MVZ waren, mit 65 Prozent deutlich geringer als in den alten Ländern (78 Prozent).
Quelle: Ärztezeitung - Patienten geben dem Hausarzt klar den Vorzug vor dem MVZ