Brustkrebsvorsorge muss verändert werden

Die Früherkennung von Brustkrebs sollte nach Ärzteansicht geändert werden. Statt einer Mammografie sollten Mediziner viel häufiger als bisher die sogenannte Magnetresonanztomografie (MRT), auch Kernspin-Tomografie genannt, einsetzen. Zu diesem Schluss kommen Christiane Kuhl und ihre Kollegen von der Radiologischen Universitätsklinik Bonn in einer neuen Studie, die im „Journal of Clinical Oncology” veröffentlicht wurde. Demnach hatten die Forscher mit Hilfe der MRT wesentlich mehr Tumore korrekt erkannt als mit Mammografie oder Ultraschall. 687 Frauen mit genetisch bedingtem erhöhtem Brustkrebsrisiko nahmen an der Studie teil. Über fünf Jahre wurden sie jährlich mittels MRT, Mammografie und Ultraschall untersucht. Bei 27 von ihnen fanden die Mediziner in diesem Zeitraum Brustkrebs oder Vorstufen davon. Die MRT-Untersuchung erkannte 25 Erkrankungen - ein Anteil von 93 Prozent. Der Ultraschall kam nur auf 37 Prozent und die Mammografie auf 33 Prozent. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass zukünftig auch Frauen mit nur mäßig erhöhtem Risiko eine MRT zur Früherkennung angeboten werden sollte.

Quelle: Spiegel Online - Brustkrebsvorsorge - Mediziner fordern Kernspin statt Mammografie